Der Traum vom Aufstieg lebt weiter! 3:1 Sieg!

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Landesliga 03.06.2024

Sieg im Spitzenspiel gegen den HSC / Zwei Endspiele jetzt

Wetschen schockt den Spitzenreiter: 3:1 im Gipfel gegen den HSC Hannover, Wnuck „extrem stolz“

Sie sangen hüpfend im Kreis und tanzten Pogo - Louis Thelken, Joshua Heyer und Philip Kürble ließen den TSV Wetschen am Samstag jubeln. Das Trio schoss den Fußball-Landesligisten zum 3:1 (1:1)-Heimerfolg gegen Spitzenreiter HSC Hannover. Die Überflieger von Björn Wnuck haben nun zwei Spiele vor Saisonende alle Chancen auf den Oberliga-Aufstieg.

Wetschen – Aus Wetscher Sicht lässt sich nur hoffen, dass keiner der Fußballhelden vom TSV ernsthafte Folgeschäden in den Freudentänzchen und Freibierrunden davongetragen hat. Klar, dass kollektive Dampfablassen beim Landesliga-Zweiten musste nach dem eindrucksvollen 3:1 (1:1)-Sieg am Samstag über Spitzenreiter HSC Hannover sein. Doch ein „Open End“, wie es Joshua Heyer als Elfmeterschütze zum 2:1 ankündigte, war tabu. Denn am Dienstagabend muss der HSC-Verfolger in Garbsen und am Samstag beim OSV Hannover gewinnen, dabei noch das um drei Treffer schlechtere Torverhältnis tilgen – und der sensationelle Oberliga-Aufstieg wäre perfekt. „Jetzt kommen die schweren Spiele“, warnte TSV-Trainer Björn Wnuck.

Das weiß auch Heyer: „In diesen zwei Spielen müssen wir alles raushauen, was geht“, sagte er trocken. Wnuck schienen die Emotionen vor 300 Zuschauern mehr mitgerissen zu haben, er war „extrem stolz auf die Jungs, wie sie heute gelitten, aber dran geglaubt haben.“ Denn nach einer für sie heiklen ersten Hälfte hielten sie mit einer Mentalitätsleistung nach der Pause die Spannung im Meisterrennen hoch.

Zwei komplett unterschiedliche Durchgänge sah Wnuck hingegen nicht: „Auch die erste Halbzeit hat mir gut gefallen, am Anfang waren wir bockstark“, erinnerte er an den furiosen Start: Der Gipfel war erst 119 Sekunden alt, als Louis Thelken ungestört im rechten Mittelfeld durchmarschierte, von der Strafraumkante abzog und der Ball im Torwarteck zum 1:0 einschlug. Im Minutentakt danach vergaben Moritz Raskopp (knapp am langen Eck vorbei) und sein Bruder Finn (gehalten von HSC-Keeper Bastian Fielsch). Hannovers erste Chance resultierte aus einer Ecke, die Luc Fender über die Latte köpfte (11.).

Doch damit startete die Drangphase des Spitzenreiters. „Wir haben uns zu tief reindrängen lassen, zu lange gebraucht, um hinten rauszuschieben. So haben wir dem HSC das 1:1 ermöglicht“, erinnerte Wnuck an Fenders Kopfball nach Moritz-RiegelFlanke (24.). Jetzt geriet sein Team unter Druck, Hannover ließ Wetschen bis zur Pause kaum in seine Hälfte, kam allerdings auch selbst zu keiner klaren Chance. „Die ganze Dreierkette hat gut gearbeitet – gegen die immerhin beste Offensive der Liga“, lobte der TSV-Coach Kyrylo Kozin, Timo Hibbeler in der Mitte und Joshua Heyer auf der linken Seite. „Joshi“ strahlte dabei die größte Ruhe aus. „Zweikämpfe sind eben meine Stärke, aber gegen den besten Torschützen der Liga muss man ja auch was zeigen“, meinte Heyer. So kam Evren Serbes nicht zu seinem 31. Saisontreffer.

Defensiv stand Wetschen also sicher, offensiv besetzte Wnuck nach Wiederanpfiff hingegen durch Torge Rittmeyers Einwechslung die Position des linken Halbstürmers neu. Der schon mit Wadenproblemen gestartete Nico Files war erlöst, „aber ich wollte ihn mit seiner Erfahrung unbedingt dabei haben – wenn auch nur für eine Halbzeit“, erklärte Wnuck.

Auch auf den grippegeschwächten Finn Raskopp mochte er nicht verzichten. Für ihn kam nach einer Stunde Philip Kürble – und der leitete das 2:1 ein: Seine Rechtsflanke nahm Moritz Raskopp an, Marcel Langer rauschte in ihn rein – Elfmeter! Nur: Wer sollte schießen? „Mulle“ Raskopp als etatmäßiger Schütze ließ sich noch behandeln. Joshua Heyer schnappte sich die Kugel und verwandelte unten rechts zum 2:1 (66.).

Nun spielte nur noch der TSV – mutig, ballsicher und schnell. „Überragend, dass wir so zurückgekommen sind“, staunte Heyer. Der Lohn: Kürbles 3:1, selbst wenn 80 Prozent des Treffers auf Rittmeyers Konto gingen: Überlegt rückte er über links vor, setzte sich gegen Fabian Weigel durch, passte quer – und der 25-Jährige vollendete am zweiten Pfosten (77.). „Das macht er sensationell“, adelte der Torschütze den Vorbereiter: „Ich musste nur noch den Fuß hinhalten.“ Hinten wiederum hielten die Gastgeber dicht, bis die große Sause steigen konnte.

Spieler des Spiels: Joshua Heyer

Der 23-Jährige zeigte links in Wetschens Dreierkette eine bärenstarke Zweikampfführung, zudem eiskalter Vollstrecker per Elfer zum 2:1.

TSV Wetschen

3 : 1

HSC Hannover

Samstag, 1. Juni 2024 · 16:00 Uhr

Landesliga Hannover · 33. Spieltag

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